Liechtensteins ältestes Casino schließt Ende September

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Ich sehe hier kein riesiges Problem", sagte er. Umso bemerkenswerter, dass der revolutionärer Umtriebe völlig unverdächtige Landtagspräsident Albert Frick dem Monarchen vor wenigen Tagen öffentlich in die Parade fuhr und öffentlich bekundete, er sei anderer Meinung. Frick warf die Frage auf, die sich viele Liechtensteiner stellen: Dem Land geht es wirtschaftlich exzellent, sein Ruf ist deutlich besser geworden, der Wohlstand cas casino admr ist enorm - braucht es da tatsächlich auch noch all die Zockerei? Spielbank-Befürworter werfen Kritikern vor, "mit Vehemenz die Moralkeule zu schwingen". Der Markt werde alles regeln, und im Übrigen könne jeder auch mühelos online zocken oder in Nachbarländern.

  • Bewerbung für eine Casino-Konzession beim liechtensteinischen Wirtschaftsministerium
  • Prüfung der persönlichen Zuverlässigkeit der Antragsteller und Investoren
  • Nachweis einer soliden Finanzierung und eines tragfähigen Geschäftsplans
  • Konzept zur Geldwäschereibekämpfung (AML) und Spielerschutz
  • Baurechtliche Genehmigung für das geplante Casino-Gebäude
  • Integration in die nationalen und internationalen Glücksspielvorschriften

Suchtexperten beunruhigt allerdings, dass im Fürstentum wegen krankhafter Spielsucht für Casinos gesperrte Menschen leicht an Roulette- oder Kartentische und Spielautomaten kommen. Das Problem an sich ist kein Liechtensteiner Spezifikum. Die Präventionsexpertin Regine Rust aus St. Gallen sagt, das Obere Rheintal sei "für einen Spielsüchtigen die schlimmste Gegend der Welt".

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Die Oppositionspartei Freie Liste (FL) fordert hingegen massive Verschärfungen, wie etwa eine Verdoppelung der Abgabe. Um die Dimension der Zockerei zu verdeutlichen, wählte ihr Landtagsabgeordneter Thomas Lageder vorige Woche einen prägnanten Vergleich: "Zwei Casinos zusammen haben 2018 ungefähr ein Drittel des Gewinnes der Landesbank gemacht." Das staatliche Geldhaus ist immerhin die Nummer zwei am bekanntlich nicht kleinen Liechtensteiner Bankenmarkt. Auch am Finanzplatz wachsen die Befürchtungen, die Spielwut könnte sich negativ auf das Image des Fürstentums auswirken. Mit viel Mühe hat sich Liechtenstein nach vielen Steuerskandalen in den vergangenen Jahren vom internationalen Pranger als Geldwaschanlage und Steueroase weggekämpft. Mit vielen Ländern tauscht das Fürstentum inzwischen Informationen über steuerrelevante Einkünfte ausländischer Anleger aus - vor wenigen Jahren noch undenkbar.

Platz 1: Casina

Emsig sind die Emissäre von Regierung und Finanzplatz unterwegs, um den skeptischen Rest der Welt davon zu überzeugen, dass Liechtenstein ein sauberer Finanzplatz geworden sei. Ein neues Etikett als Spielhölle ist vor diesem Hintergrund kontraproduktiv, wie Finanzmarktvertreter und Politiker hinter vorgehaltener Hand einräumen. Offenes Aufbegehren allerdings ist nicht so einfach, schließlich hat Landesfürst Hans-Adam II. seine Untertanen wissen lassen, er halte es für völlig egal, ob Liechtenstein zwei oder 20 Spielcasinos habe. "Die Leute, die spielen wollen, werden spielen - ob nun hier in einem Casino oder irgendwo anders. Seit dem 7. Januar 2025 gelten in der Schweiz verhängte Spielsperren auch in Liechtenstein.

Bereich Erwarteter Effekt Quantifizierung (jährlich, geschätzt)
Staatseinnahmen Steuern auf Spielerträge & Konzessionsabgaben 4 - 7 Mio. CHF
Arbeitsplätze Direkte & indirekte Beschäftigung 80 - 120 neue Vollzeitstellen
Tourismus Mehr Übernachtungen, höhere Ausgaben +5-10% in beteiligten Sektoren
Zulieferer & Dienstleister Aufträge für lokale Unternehmen 2 - 4 Mio. CHF Umsatz

Der Staatsgerichtshof des Fürstentums hat nun die Rechtmäßigkeit dieser Regelung bestätigt und die Klage dreier liechtensteinischer Casinos abgewiesen. Diese Entscheidung stärkt den grenzüberschreitenden Spielerschutz, führt jedoch zu erheblichen Diskussionen innerhalb der Glücksspielbranche. Die geografische Nähe zwischen der Schweiz und Liechtenstein ermöglichte es bislang gesperrten Spielern, durch einen kurzen Grenzübertritt weiterhin an Glücksspielen teilzunehmen. Um diesem Umgehen von Sperren entgegenzuwirken, einigten sich beide Länder im Juni 2022 auf ein Abkommen zum Austausch von Spieldaten.

Spielkategorie Spezifische Angebote Anzahl Tische / Geräte Besonderheit
Tischspiele Roulette, Blackjack, Poker, Baccarat 15 Tische Multilinguale Dealer, Limithöhe angepasst
Spielautomaten Videopoker, Slot-Machines, Elektronisches Roulette 120 Geräte Moderne Touchscreen-Technologie
Pokerbereich Texas Hold'em, Omaha, Turniere 8 Tische (dediziert) Regelmäßige Meisterschaften geplant
Elektronische Spiele Sports-Betting-Terminals, Virtual Sports 20 Terminals Live-Wetten auf internationale Events

Dieses trat am 7. Januar 2025 in Kraft und verpflichtet Casinobetreiber beider Länder, die Sperrlisten gegenseitig anzuerkennen und umzusetzen. Drei der sechs liechtensteinischen Casinos reichten gegen diese Regelung Klage ein, da sie Umsatzeinbußen und Wettbewerbsnachteile befürchteten. Am 3. Februar 2025 entschied der Staatsgerichtshof jedoch, dass der Datenaustausch und die gegenseitige Anerkennung von Spielsperren verfassungskonform sind.

Kritik am Casino-Wachstum

So in Balzers ganz im Süden des Landes, wo sich Widerstand rührt. Bürger haben eine Initiative gegen das Spielbank-Vorhaben gestartet und Klage vor dem Landgericht in der Hauptstadt Vaduz eingereicht. Ihre juristischen Chancen stehen allerdings schlecht, wie ein erster Verhandlungstermin Ende August erwies. Auch außerhalb des Gerichtssaales wird der Kampf nicht zimperlich geführt. Angeblich drohen potenzielle Casino-Betreiber renitenten Bürgern mit Schadenersatzklagen.

Was für ein Sperrlistenaustausch tritt in Kraft?

Allerdings mehren sich die Stimmen im Fürstentum, denen der Spielrausch allmählich zu heftig wird. "In der Bevölkerung ist die Angst vor einem Klein-Las-Vegas groß", notierte das Vaterland, die Parteizeitung der mitregierenden Vaterländischen Union (VU). Sie konstatiert "Sorgen und Ängste in der Bevölkerung" und setzt sich für eine "sinnvolle Eingrenzung" ein, was die Zahl der Casinos angeht. Die nötige Lizenz zu erhalten ist für Betreiber bislang sehr einfach; nun wird vorsichtig darüber nachgedacht, keine neuen Spielbanken mehr zuzulassen. Bisherige Investoren in Spielbanken dürften aber nicht durch strengere Auflagen oder höhere Abgaben verschreckt werden, so die Regierung. Seit Inkrafttreten des Abkommens verzeichnen die betroffenen Casinos einen signifikanten Rückgang der Besucherzahlen.

Schweizer Spielsperren gelten ab 2025 auch in Liechtenstein

Für mehrere Glücksspielhäuser sind Konzessionen beantragt, weitere werden gerade geplant. Liechtenstein, jahrzehntelang verschwiegenes Versteck für schmutziges Geld aus der ganzen Welt, entwickelt sich neuerdings zur Spielhölle Europas. In Relation zu den 38 000 Einwohnern des Zwergstaates ist die Casino-Dichte demnächst größer als in Las Vegas, Macau oder Monaco. Vor allem aus dem benachbarten Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen die Zocker. Profiteur der Goldgräberstimmung ist neben den Spielbankbetreibern das Land Liechtenstein.

Muss ich in Liechtenstein Steuern auf Casino Gewinne zahlen?

Statt der erwarteten drei Millionen spülten die Casinos im vergangenen Jahr zwölf Millionen Schweizer Franken in die Kasse des Fürstentums, umgerechnet etwa elf Millionen Euro. Und das, obwohl die Steuern auf Spieleinsätze weitaus niedriger sind als in den umliegenden Ländern. Liechtenstein kassiert über die sogenannte Geldspielabgabe 17,5 bis 40 Prozent der Bruttospielerträge. Zum Vergleich: Deutschland zieht 80, die Schweiz 40 bis 80 Prozent des Differenzbetrages zwischen Spieleinsätzen und Gewinnen als Abgabe ein. Ein lukratives Geschäft also für die Betreiber von Casinos. Berichten zufolge sind die Gästezahlen um bis zu 85 % gesunken, was die Existenz mehrerer Spielbanken gefährdet. Markus Kaufmann, Präsident des Casino-Verbands Liechtenstein, äußerte gegenüber Radio Liechtenstein Zweifel an der Effektivität der Maßnahme. Er betonte, dass gesperrte Spieler nun möglicherweise auf benachbarte Länder wie Deutschland und Österreich oder in den illegalen Online-Glücksspielmarkt ausweichen könnten.

  • Potential für Erweiterung um ein Fünf-Sterne-Hotel und Spa
  • Möglichkeit der Einführung von Online-Glücksspiel unter gleicher Lizenz
  • Ausrichtung von Poker-Turnieren mit internationalem Renommee
  • Entwicklung der Location zu einem multifunktionalen Entertainment-Komplex
  • Langfristige Anpassung an sich ändernde Spielgewohnheiten und Technologien
  • Beobachtung der regulatorischen Entwicklungen im europäischen Glücksspielmarkt

Zudem kritisierte er die ungleichen Wettbewerbsbedingungen, da liechtensteinische Casinos keine Werbung in der Schweiz schalten dürfen.

Kritik am technischen Überwachungssystem LUGAS

Vor allem die Schweizer Spielbanken spüren die neue Konkurrenz im kleinen Nachbarland massiv. "Die Erträge in an den Standorten in Bad Ragaz und St. Gallen sind regelrecht eingebrochen", beklagte Hermann Bürgi, Präsident der Eidgenössischen Spielbankenkommission im Schweizer Boulevardblatt Blick. Ausgelöst hat den Boom in Liechtenstein ein Tabubruch. 150 Jahre lang war Glücksspiel in dieser Form im katholisch geprägten cas casino ohne einzahlung bonus code Fürstentum verboten.

Lizenz und Seriosität

2015 und 2016 lockerten Regierung und Landtag jedoch mit dem Segen des Liechtensteiner Fürstenhauses das Geldspielgesetz. Im August 2017 eröffnete mit dem Casino Admiral im 2300 Einwohner zählenden Ruggell die erste Spielbank. Zwei Monate später folgte jene in der unmittelbar angrenzenden Nachbargemeinde Schaanwald. Zu den Politikern, die lange für eine liberale Glücksspielpolitik gekämpft haben, gehörte bis zu seinem Ausscheiden 2013 Wirtschaftsminister Martin Meyer. Inzwischen profitiert er selbst davon, als Chef der Immobiliengruppe ITW, die im Spielcasino-Markt kräftig mitmischt. Katja Gey vom Amt für Volkswirtschaft in Liechtenstein wies darauf hin, dass der beobachtete Umsatzrückgang eine Momentaufnahme sei und weiterer Beobachtung bedürfe. Sie erwähnte zudem, dass trotz der aktuellen Herausforderungen ein neues Casino in Schaan eröffnet werden soll, was auf ein weiterhin bestehendes Marktinteresse hindeutet. Die gegenseitige Anerkennung von Spielsperren zwischen der Schweiz und Liechtenstein stellt einen bedeutenden Fortschritt im grenzüberschreitenden Spielerschutz dar. Dennoch zeigt die aktuelle Entwicklung die komplexen Herausforderungen auf, die mit solchen Maßnahmen einhergehen, insbesondere hinsichtlich wirtschaftlicher Auswirkungen und der Verlagerung des Spielverhaltens in unregulierte Bereiche.

Funktionsweise und Aufbau der LUGAS Datenbank

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Landtag setzt auf Prävention

Als VIPs würden sie sich fühlen, in jedem Fall aber "ganz speziell". Nachts sind die Fenster des Gebäudes in süffiges Blau oder Rot getaucht, und ganz oben an der Dachkante strahlt ein Leuchtschriftzug weithin sichtbar in das Obere Rheintal: "Casino Schaanwald". Auf der Hauptstraße, die Liechtenstein seiner Länge nach durchzieht, sind es von hier aus 20 Kilometer nach Balzers am anderen Ende des alpinen Fürstentums. Dort soll auch eine Spielbank entstehen, wogegen Bürger sich allerdings wehren. In Ruggell rollen die Spielkugeln schon länger, in Triesen demnächst. Sie verlassen jetzt die offizielle Website der GlückWirtschaft. Für den Inhalt der folgenden Seiten ist die Sigert Verlag GmbH nicht verantwortlich. Sehr familiär war gestern, den 25. Mai, das CHF 115 + 15 Grand Stack (CHF 5.000 GTD) im Grand Casino Liechtenstein (GCLI).