Geplatzte Träume im „Las Vegas der Alpen“
Es war so, daß ich der Bayernpartei das Doppelte monatlich laufend zugewendet habe von dem, was ich der CSU gab, weil die CSU ja reicher ist.
| Aspekt | Auswirkung in Deutschland | Auswirkung in der Schweiz | Grenzüberschreitende Effekte |
|---|---|---|---|
| Arbeitsplätze | Schaffung von Jobs in der Gastronomie & Sicherheit | Weniger Arbeitsplätze im Glücksspiel durch Abwanderung | Grenzgänger arbeiten im deutschen Casino |
| Tourismus | Zusätzliche Übernachtungen in Grenzstädten | Tagesausflügler geben weniger Geld in CH aus | Gemeinsame Tourismus-Pakete werden erstellt |
| Steuereinnahmen | Hohe Spielbankabgabe an das Land | Weniger Steuern aus eigenen Casinos | Steuerwettbewerb zwischen den Ländern |
DR. HUNDHAMMER: An welche Stelle haben Sie diese Beiträge abgeführt? FREISEHNER: Das kann ich Ihnen gern sagen.
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Nach zwei Jahren allerdings, im Januar 1959, widerrief Freisehner seine Aussage und erstattete Selbstanzeige wegen Meineids. Die Motive, die den robusten Konzessionsmakler zu dieser ungewöhnlichen Offenbarung getrieben haben, blieben im dunkeln. Anscheinend hatte Freisehner einen Wink bekommen, daß die mit kriminalistischem Eifer weiterbohrende CSU Belastungsmaterial gefunden hatte, in dem die Staatsanwaltschaft bereits herumstocherte. Nur durch Selbstanzeige und rücksichtslose Preisgabe der von ihm kor rumpierten Bayernparteiler könne Freisehner die Richter milder stimmen und als reuiger Sünder mit einer gelinden Strafe davonkommen. In dem spektakulären Meineidsprozeß wurde Freisehner zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis verurteilt, Baumgartner hingegen zu zwei Jahren Zuchthaus, Klotz zu zwei Jahren und neun Monaten Zuchthaus und Geislhöringer - mit Rücksicht auf sein hohes Alter (73) -zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis.
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Die verurteilten Bayernparteiler legten Revision ein, über die der Bundesgerichtshof im Februar verhandelt. Gleich nach der Münchner Urteilsverkündung beschloß die bayrische Staatsregierung, in der sich seit 1958 wieder die CSU etablierte, die weißblauen Casinos zu liquidieren*. In Bad Reichenhall und Bad Kissingen stießen die Liquidatoren kaum auf Widerstand. Simon Gembicki war die vielen Verhöre, Beschattungen und Verdächtigungen leid, und die Gattin seines Homburger Kompagnons, Gerda Heidtmann, die in Reichenhall als Konzessionärin agiert, ging bereitwillig auf Kompromißverhandlungen ein, nachdem ihre Einnahmen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Man einigte sich, die bis 1965 befristete Konzession schon 1961 zu beenden.
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Der Fiskus mußte sich allerdings verpflichten, die Landesabgaben zu streichen, so daß Gembicki und die Spieldame Heidtmann noch Gelegenheit haben, in etwa anderthalb Jahren annähernd so viel Reingewinn zu kassieren, wie ihnen bei Weiterbetrieb bis 1965 Wenn jemand über die Liquidierungsaktion Genugtuung empfinden konnte, so war es das Münchner Konsortium. Selbst Lenz, den Thelens Techtelmechtel mit Freisehner sehr beunruhigt hatte, cas neue online casino bonus ohne einzahlung 2026 zeigte sich aufgeräumt, als er unlängst auf der Jubiläumsfeier seiner größten Industrie-Beteiligungsgesellschaft - der Agrob - die Elite der bayrischen Christdemokraten begrüßte, darunter Bayerns Landtagspräsidenten Dr. Ehard, Landesfinanzminister Eberhard und den früheren Spielbankgegner Dr. Alois Hundhammer. Um die hohen Gäste würdig empfangen zu können, hatte Lenz das staatseigene Münchner Cuvillies-Theater gemietet. Ich habe über den »Bayerischen Wirtschaftsdiernste der Bayernpartei jahrelang Zuwendungen und auf dem Weg über den Bonner »Wirtschaftsspiegel« der CSU Zuwendungen gemacht. Der Untersuchungsausschuß bemühte sich anderthalb Jahre, herauszufinden, ob die bevorzugten Konzessionäre der Gunst des Innenministers würdig waren. Mehrmals wurde Simon Siegfried Gembicki durchröntgt, dem ein Branchekundiger nachsagte: »Er ist eine geborene Spielernatur. Heute hat er Geld, morgen ist er zu Staub und Asche abgebrannt.« Gembicki kokettiere mit seinem hemmungslosen Spieltrieb und brüstete sich: »Ich habe schon zwei Millionen Dollar verloren, in einer Nacht 250 000 Mark.« Geislhöringer verteidigte aber die Konzession an Gembicki unbeirrt: »Für solche Geschäfte (Spielbanken) interessiert sich nur eine gewisse Sorte von Menschen.« Zu dieser gewissen Sorte gehörte auch der Konzessionär von Garmisch und Wiessee, Bankkaufmann Stöpel, den der Ausschuß mehrmals einvernahm. Bei ihm argwöhnten die Inquisitoren, daß er nur Strohmann eines dubiosen Geldgebers sei. Aber Stöpel schwor, seine Spielbankeinlage mit redlich erworbenem eigenem Geld finanziert zu haben, wie es verlangt worden war. Seit vier Monaten glaubt die Münchner Staatsanwaltschaft, ihm einen Meineid nachweisen zu können; einen Teil des eingelegten Geldes soll er in der Schweiz veruntreut haben. Wenn Stöpel des Meineids überführt wird, verliert er sofort die Konzession. Das käme der bayrischen Staatsregierung sehr gelegen; sie könnte dann die unerwünschten Casinos in Garmisch-Partenkirchen und Bad Wiessee entschädigungslos liquidieren. Freilich bekräftigten damals - 1955/56 insgesamt 56 Befragte ihre mitunter sehr widerspruchsvollen Aussagen mit dem Eid auch Freisehner und seine Freunde von der Bayernpartei.
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Schon vor einiger Zeit hatte der Bankier die Aufmerksamkeit der Notabeln durch eine 300 000-Mark-Stiftung für die Erforschung von Kreislaufkrankheiten auf sich gelenkt. Den Anstoß zu dieser Stiftung gab ein Herzinfarkt, den Lenz nach den Geschäftsstrapazen der letzten Jahre erlitt. Er hatte sich oft darüber erregt, daß der Name seiner Firma in die Spielbankenskandale hineingezogen worden war. Zu den Pannen mit Freisehner kamen Enthüllungen über das forsche Vorgehen der Lenz-Gruppe in Schleswig-Holstein. Dort versuchten Emissäre des Konsortiums jahrelang, hohe Regierungsbeamte für den Plan zu gewinnen, im Norden eine zentrale Spielbankgesellschaft zu gründen.
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Aus dem einträglichen Casino Travemünde sollte der alte Konzessionär Henry Neid herausgeboxt werden, dann wollten die Lenz-Konsorten dem Casino Travemünde noch zwei oder drei Spiel-Dependancen angliedern. Der Plan scheiterte aber während der zwielichtigen Cliquenkämpfe unter den schleswig-holsteinischen CDU-Funktionären: den Anhängern des Ministerpräsidenten Kai-Uwe von Hassel und den Schildträgern des vor wenigen Monaten abberufenen Landtagspräsidenten Dr. Böttcher. Den Bankier verdroß weniger der Mißerfolg als das Unvermögen seines Generalbevollmächtigten Thelen, ihn und das Bankhaus Lenz & Co. Um die Ressentiments empfindlicher Bankkunden auszuräumen, die Anstoß an der Spielbank-Liaison nahmen, richtete Lenz schon vor einiger Zeit in seinem Bankhaus an der Ecke des Münchner Promenadenplatzes ein zweites Geldinstitut ein, das unter dem Titel Maffei & Co.
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Der Name der Land- und Fabrik-Adelsfamilie von Maffei hat in Bayern einen guten und reichen Klang. Ihre Hauptakteure betätigten sich im Lokomotiv- und Fahrzeugbau, die angeheirateten Linien Noris und von Malaise in der Finanzwirtschaft. Es war einer der Angeheirateten, der Lenzbank-Kommanditist Hans Noris, der die Gutsbesitzerin Gabriele von Maffei veranlaßte, ihren Namen für die Ausstaffierung des zweiten Lenz-Instituts zur Verfügung zu stellen*. Die größte Kommandit-Einlage (zwei Millionen Mark) brachte die Gesellschaft für Industrieverwaltung Lenz & Schmitz KG ein, deren persönlich haftende Gesellschafter Lenz und Schmitz heißen; einziger Kommanditist der Industrieverwaltungs-KG: das Bankhaus August Lenz & Co. Der Firma mit dem honorigen Namen Maffei übertrug Lenz die Hauptfunktionen seiner alten Bank, zum Beispiel den üblichen Schalter- und Wechselverkehr und die Kontokorrentkonten kleiner und mittlerer Firmen. Die bayrischen Patrioten beschworen, niemals mit Zweckbindung bestochen worden zu sein, und Freisehner nahm es auf seinen Eid, niemals Politiker für die Begünstigung von Spielbankkonzessionen eingekauft zu haben. Nach zwei Jahren allerdings, im Januar 1959, widerrief Freisehner seine Aussage und erstattete Selbstanzeige wegen Meineids. Die Motive, die den robusten Konzessionsmakler zu dieser ungewöhnlichen Offenbarung getrieben haben, blieben im dunkeln. Anscheinend hatte Freisehner einen Wink bekommen, daß die mit kriminalistischem Eifer weiterbohrende CSU Belastungsmaterial gefunden hatte, in dem die Staatsanwaltschaft bereits herumstocherte. Nur durch Selbstanzeige und rücksichtslose Preisgabe der von ihm kor rumpierten Bayernparteiler könne Freisehner die Richter milder stimmen und als reuiger Sünder mit einer gelinden Strafe davonkommen. In dem spektakulären Meineidsprozeß wurde Freisehner zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis verurteilt, Baumgartner hingegen zu zwei Jahren Zuchthaus, Klotz zu zwei Jahren und neun Monaten Zuchthaus und Geislhöringer - mit Rücksicht auf sein hohes Alter (73) -zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis. Die verurteilten Bayernparteiler legten Revision ein, über die der Bundesgerichtshof im Februar verhandelt. Gleich nach der Münchner Urteilsverkündung beschloß die bayrische Staatsregierung, in der sich seit 1958 wieder die CSU etablierte, die weißblauen Casinos zu liquidieren*. In Bad Reichenhall und Bad Kissingen stießen die Liquidatoren kaum auf Widerstand. Simon Gembicki war die vielen Verhöre, Beschattungen und Verdächtigungen leid, und die Gattin seines Homburger Kompagnons, Gerda Heidtmann, die in Reichenhall als Konzessionärin agiert, ging bereitwillig auf Kompromißverhandlungen ein, nachdem ihre Einnahmen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Man einigte sich, die bis 1965 befristete Konzession schon 1961 zu beenden. Der Fiskus mußte sich allerdings verpflichten, die Landesabgaben zu streichen, so daß Gembicki und die Spieldame Heidtmann noch Gelegenheit haben, in etwa anderthalb Jahren annähernd so viel Reingewinn zu kassieren, wie ihnen bei Weiterbetrieb bis 1965 Wenn jemand über die Liquidierungsaktion Genugtuung empfinden konnte, so war es das Münchner Konsortium. Selbst Lenz, den Thelens Techtelmechtel mit Freisehner sehr beunruhigt hatte, cas neue online casino bonus ohne einzahlung 2026 zeigte sich aufgeräumt, als er unlängst auf der Jubiläumsfeier seiner größten Industrie-Beteiligungsgesellschaft - der Agrob - die Elite der bayrischen Christdemokraten begrüßte, darunter Bayerns Landtagspräsidenten Dr.
- Historische Bedeutung der Spielbank Baden-Baden als europäisches Nobelcasino
- Tradition der Spielbanken in Schweizer Kurorten wie Bad Ragaz oder St. Moritz
- Entwicklung der Casinokultur in Grenzregionen durch Tourismus
- Architektonisch bedeutende Spielbankgebäude beiderseits der Grenze
- Berühmte Gäste und historische Ereignisse in den Grenzcasinos
Ehard, Landesfinanzminister Eberhard und den früheren Spielbankgegner Dr. Alois Hundhammer. Um die hohen Gäste würdig empfangen zu können, hatte Lenz das staatseigene Münchner Cuvillies-Theater gemietet. Schon vor einiger Zeit hatte der Bankier die Aufmerksamkeit der Notabeln durch eine 300 000-Mark-Stiftung für die Erforschung von Kreislaufkrankheiten auf sich gelenkt. Den Anstoß zu dieser Stiftung gab ein Herzinfarkt, den Lenz nach den Geschäftsstrapazen der letzten Jahre erlitt. Er hatte sich oft darüber erregt, daß der Name seiner Firma in die Spielbankenskandale hineingezogen worden war.
Warum gibt es in deutschen Online Casinos Einsatz- und Einzahlungslimits?
Da sich die Kanadier unter Spielkasinos die konzessionierte Unmoral nach dem USA-Modell Las Vegas vorstellen, halten sie auch Lenzens Casino-Unternehmen für Brutstätten des Lasters. Zu den Pannen mit Freisehner kamen Enthüllungen über das forsche Vorgehen der Lenz-Gruppe in Schleswig-Holstein. Dort versuchten Emissäre des Konsortiums jahrelang, hohe Regierungsbeamte für den Plan zu gewinnen, im Norden eine zentrale Spielbankgesellschaft zu gründen. Aus dem einträglichen Casino Travemünde sollte der alte Konzessionär Henry Neid herausgeboxt werden, dann wollten die Lenz-Konsorten dem Casino Travemünde noch zwei oder drei Spiel-Dependancen angliedern. Der Plan scheiterte aber während der zwielichtigen Cliquenkämpfe unter den schleswig-holsteinischen CDU-Funktionären: den Anhängern des Ministerpräsidenten Kai-Uwe von Hassel und den Schildträgern des vor wenigen Monaten abberufenen Landtagspräsidenten Dr. Böttcher. Den Bankier verdroß weniger der Mißerfolg als das Unvermögen seines Generalbevollmächtigten Thelen, ihn und das Bankhaus Lenz & Co.
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Sein eigenes Bankhaus spezialisierte sich cas online casino deutschland mit bonus ohne einzahlung auf Kurspflege von Aktien, ferner auf Industriebeteiligungen und große Finanzgeschäfte. auch in die undurchsichtigen Schweizer Transaktionen der Josephine Reichsgräfin von Wrbna-Kaunitz ein, die 1956 wegen Devisenvergehens zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Lenz mußte 50 000 Mark Buße an die Finanzbehörde zahlen. Während die Gräfin nach St. Gallen emigrierte, ließ Gustl Lenz ihr Palais Leuchtenberg in München für 2,5 Millionen Mark versteigern, weil sie ihm angeblich noch 3,1 Millionen Mark schuldete.
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Die Gräfin bestreitet die Schuld und bezichtigt ihren früheren Schützling in offenen Briefen, das Palais widerrechtlich versteigert zu haben: »Ist es menschenmöglich, daß das Bankhaus Lenz & Co., dessen Namensträger mir mehr als einmal sein Leben im Dritten Reich verdankt, die gesundheitliche Gebrochenheit einer Frau schamlos ausnutzt, die ein jahrzehntelanges uneigennütziges Leben als weggeworfen sehen muß, das sie an Unwürdige verschwendet hat?« Der Bankier versuchte die Gräfin zu beschwichtigen: »Liebe Nini! Ich habe mich einmal sehr glücklich geschätzt, daß gerade Du es gewesen bist, die vom Schicksal dazu ausersehen war, mir in großer Not beizustehen. Daß mir selbst nicht die Gnade zuteil wurde, Deine damaligen Hilfeleistungen voll auszugleichen, ist aber doch nicht meine Schuld.« Während die Gräfin erfolglos gegen Lenz prozessierte, konnte er seine frühere Karriere als Industriebankier im Ausland erfolgreich fortsetzen. In Kanada liegen zur Zeit seine ergiebigsten Jagdgründe. Lenz ist dort nicht nur an zwei großen Baustoffunternehmen maßgeblich beteiligt, über eine Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft schaltete er sich auch in kanadische Erschließungsprojekte ein; außerdem partizipiert er an einer großen Terraingesellschaft mit 220 Quadratkilometer Waldgebiet.
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Dieses Engagement sei sein Lebensziel, sagt Lenz sensibel, und erfülle ihn mit neuer Hoffnung, endlich seiner selbstgeprägten Devise leben zu können: »Ich möchte eine Gegenwart haben, die eine Zukunft und keine Vergangenheit hat.« Für die Koordinierung seiner Überseeinteressen gewann der Bankier den ehemaligen Generalstabschef der Kanadischen Armee, Generalleutnant außer Dienst Guy S. Simonds, der sich Präsident der Kanadischen Lenzgesellschaften nennt. Ihm zu Ehren veranstaltete Lenz vor einigen Wochen auf seinem Gut Eichenhof bei Freising eine Herrenparty. Zigeunerprimas Toki Horvath peitschte mit seiner Kapelle Stimmungswogen hoch, die dem Gastgeber jedoch nicht über seine Hauptsorge hinweghelfen konnten. Es verdroß ihn, von Simonds zu hören, daß man sich in Kanada über seine Spielbanken-Engagements mokiert. Um die Ressentiments empfindlicher Bankkunden auszuräumen, die Anstoß an der Spielbank-Liaison nahmen, richtete Lenz schon vor einiger Zeit in seinem Bankhaus an der Ecke des Münchner Promenadenplatzes ein zweites Geldinstitut ein, das unter dem Titel Maffei & Co.
Deutsche Spielbanken: Rekorde & Superlative
Der Name der Land- und Fabrik-Adelsfamilie von Maffei hat in Bayern einen guten und reichen Klang. Ihre Hauptakteure betätigten sich im Lokomotiv- und Fahrzeugbau, die angeheirateten Linien Noris und von Malaise in der Finanzwirtschaft. Es war einer der Angeheirateten, der Lenzbank-Kommanditist Hans Noris, der die Gutsbesitzerin Gabriele von Maffei veranlaßte, ihren Namen für die Ausstaffierung des zweiten Lenz-Instituts zur Verfügung zu stellen*.
- Casino Baden-Baden in der Nähe der französischen Grenze, historisches Spielhaus
- Spielbank Konstanz direkt am Bodensee, grenznah zur Schweiz
- Casino Bregenz (Österreich) am Bodensee, von der deutschen Grenze aus erreichbar
- Casino Bad Ragaz in der Schweiz, nahe der Grenze zu Deutschland und Österreich
- Casino Zürich, beliebtes Ziel für Besucher aus Süddeutschland
- Casino Luzern, weitere Schweizer Destination für Spieler aus der Grenzregion
Die größte Kommandit-Einlage (zwei Millionen Mark) brachte die Gesellschaft für Industrieverwaltung Lenz & Schmitz KG ein, deren persönlich haftende Gesellschafter Lenz und Schmitz heißen; einziger Kommanditist der Industrieverwaltungs-KG: das Bankhaus August Lenz & Co. Der Firma mit dem honorigen Namen Maffei übertrug Lenz die Hauptfunktionen seiner alten Bank, zum Beispiel den üblichen Schalter- und Wechselverkehr und die Kontokorrentkonten kleiner und mittlerer Firmen. Sein eigenes Bankhaus spezialisierte sich cas online casino deutschland mit bonus ohne einzahlung auf Kurspflege von Aktien, ferner auf Industriebeteiligungen und große Finanzgeschäfte. auch in die undurchsichtigen Schweizer Transaktionen der Josephine Reichsgräfin von Wrbna-Kaunitz ein, die 1956 wegen Devisenvergehens zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Lenz mußte 50 000 Mark Buße an die Finanzbehörde zahlen. Während die Gräfin nach St.
- Grenznahe Unterkünfte und Hotelpakete in Verbindung mit Casino-Besuchen
- Wellness- und Gastronomieangebote in Spielbanken wie Bad Ragaz oder Baden-Baden
- Kultur- und Freizeitprogramm in Grenzstädten wie Konstanz oder Basel
- Tagestouren und organisierte Busreisen zu Casinos in der Schweiz
- Kombination aus Bodensee-Urlaub und Casino-Besuch
Gallen emigrierte, ließ Gustl Lenz ihr Palais Leuchtenberg in München für 2,5 Millionen Mark versteigern, weil sie ihm angeblich noch 3,1 Millionen Mark schuldete. Die Gräfin bestreitet die Schuld und bezichtigt ihren früheren Schützling in offenen Briefen, das Palais widerrechtlich versteigert zu haben: »Ist es menschenmöglich, daß das Bankhaus Lenz & Co., dessen Namensträger mir mehr als einmal sein Leben im Dritten Reich verdankt, die gesundheitliche Gebrochenheit einer Frau schamlos ausnutzt, die ein jahrzehntelanges uneigennütziges Leben als weggeworfen sehen muß, das sie an Unwürdige verschwendet hat?« Der Bankier versuchte die Gräfin zu beschwichtigen: »Liebe Nini! Ich habe mich einmal sehr glücklich geschätzt, daß gerade Du es gewesen bist, die vom Schicksal dazu ausersehen war, mir in großer Not beizustehen. Daß mir selbst nicht die Gnade zuteil wurde, Deine damaligen Hilfeleistungen voll auszugleichen, ist aber doch nicht meine Schuld.« Während die Gräfin erfolglos gegen Lenz prozessierte, konnte er seine frühere Karriere als Industriebankier im Ausland erfolgreich fortsetzen. In Kanada liegen zur Zeit seine ergiebigsten Jagdgründe.
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Es war so, daß ich der Bayernpartei das Doppelte monatlich laufend zugewendet habe von dem, was ich der CSU gab, weil die CSU ja reicher ist. DR. HUNDHAMMER: An welche Stelle haben Sie diese Beiträge abgeführt? FREISEHNER: Das kann ich Ihnen gern sagen. Ich habe über den »Bayerischen Wirtschaftsdiernste der Bayernpartei jahrelang Zuwendungen und auf dem Weg über den Bonner »Wirtschaftsspiegel« der CSU Zuwendungen gemacht.
Bonus & Aktionen
Der Untersuchungsausschuß bemühte sich anderthalb Jahre, herauszufinden, ob die bevorzugten Konzessionäre der Gunst des Innenministers würdig waren. Mehrmals wurde Simon Siegfried Gembicki durchröntgt, dem ein Branchekundiger nachsagte: »Er ist eine geborene Spielernatur. Heute hat er Geld, morgen ist er zu Staub und Asche abgebrannt.« Gembicki kokettiere mit seinem hemmungslosen Spieltrieb und brüstete sich: »Ich habe schon zwei Millionen Dollar verloren, in einer Nacht 250 000 Mark.« Geislhöringer verteidigte aber die Konzession an Gembicki unbeirrt: »Für solche Geschäfte (Spielbanken) interessiert sich nur eine gewisse Sorte von Menschen.« Zu dieser gewissen Sorte gehörte auch der Konzessionär von Garmisch und Wiessee, Bankkaufmann Stöpel, den der Ausschuß mehrmals einvernahm. Bei ihm argwöhnten die Inquisitoren, daß er nur Strohmann eines dubiosen Geldgebers sei. Aber Stöpel schwor, seine Spielbankeinlage mit redlich erworbenem eigenem Geld finanziert zu haben, wie es verlangt worden war.
Sicherheit & Datenschutz
Seit vier Monaten glaubt die Münchner Staatsanwaltschaft, ihm einen Meineid nachweisen zu können; einen Teil des eingelegten Geldes soll er in der Schweiz veruntreut haben. Wenn Stöpel des Meineids überführt wird, verliert er sofort die Konzession. Das käme der bayrischen Staatsregierung sehr gelegen; sie könnte dann die unerwünschten Casinos in Garmisch-Partenkirchen und Bad Wiessee entschädigungslos liquidieren. Freilich bekräftigten damals - 1955/56 insgesamt 56 Befragte ihre mitunter sehr widerspruchsvollen Aussagen mit dem Eid auch Freisehner und seine Freunde von der Bayernpartei. Die bayrischen Patrioten beschworen, niemals mit Zweckbindung bestochen worden zu sein, und Freisehner nahm es auf seinen Eid, niemals Politiker für die Begünstigung von Spielbankkonzessionen eingekauft zu haben. Lenz ist dort nicht nur an zwei großen Baustoffunternehmen maßgeblich beteiligt, über eine Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft schaltete er sich auch in kanadische Erschließungsprojekte ein; außerdem partizipiert er an einer großen Terraingesellschaft mit 220 Quadratkilometer Waldgebiet.
- Aktuelle Grenzkontrollen und Wartezeiten an wichtigen Übergängen
- Empfohlene Grenzübergänge für Casino-Besucher (z.B. Kreuzlingen/Konstanz, Basel)
- Mitführungsbestimmungen für Personalausweis oder Reisepass
- Zollfreimengen für Einkäufe bei der Rückreise aus der Schweiz
- Maut- und Vignettenpflicht auf Schweizer Autobahnen für deutsche Besucher
Dieses Engagement sei sein Lebensziel, sagt Lenz sensibel, und erfülle ihn mit neuer Hoffnung, endlich seiner selbstgeprägten Devise leben zu können: »Ich möchte eine Gegenwart haben, die eine Zukunft und keine Vergangenheit hat.« Für die Koordinierung seiner Überseeinteressen gewann der Bankier den ehemaligen Generalstabschef der Kanadischen Armee, Generalleutnant außer Dienst Guy S. Simonds, der sich Präsident der Kanadischen Lenzgesellschaften nennt. Ihm zu Ehren veranstaltete Lenz vor einigen Wochen auf seinem Gut Eichenhof bei Freising eine Herrenparty. Zigeunerprimas Toki Horvath peitschte mit seiner Kapelle Stimmungswogen hoch, die dem Gastgeber jedoch nicht über seine Hauptsorge hinweghelfen konnten. Es verdroß ihn, von Simonds zu hören, daß man sich in Kanada über seine Spielbanken-Engagements mokiert. Da sich die Kanadier unter Spielkasinos die konzessionierte Unmoral nach dem USA-Modell Las Vegas vorstellen, halten sie auch Lenzens Casino-Unternehmen für Brutstätten des Lasters.
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