Berufsspieler Sportwetten
Im Zehnjahresvergleich lagen die staatlichen Einnahmen aus Glücksspiel im Jahr 2023 um 51,5 % höher als im Jahr 2013 mit 1,64 Milliarden Euro.
Die Wettsteuer als Mittelweg
Dazu gehören klassische Lotterien, Sportwetten, Automatenspiele, aber auch bestimmte Online-Angebote. Reine Geschicklichkeitsspiele oder private Spielrunden ohne Teilnahmeentgelt fallen dagegen nicht in bet tipico sportwetten diesen Bereich. Entscheidend ist stets die Kombination aus Entgeltpflicht und Zufallsprinzip. Die Glücksspielsteuer ist im Rennwett- und Lotteriesteuergesetz (RennwLottG) geregelt. Dieses unterscheidet zwischen Lotterien, Wetten und anderen Formen des Glücksspiels.
Private Gewinne aus Sportwetten: Steuerfrei, aber mit Ausnahmen
Ergänzt wird es durch den Glücksspielstaatsvertrag der Bundesländer, der seit Juli 2021 auch Online-Glücksspiel unter bestimmten Bedingungen erlaubt und reguliert. Beide Regelwerke greifen ineinander und betreffen sowohl Anbieter als auch teils mittelbar die Spielenden. Grundsätzlich richtet sich die Glücksspielsteuer an die Veranstalter der jeweiligen Angebote. Das bedeutet: Veranstalter von Sportwetten, Lotterien oder Online-Automatenspielen sind verpflichtet, ihre Umsätze zu versteuern. Die Steuer wird dabei in der Regel auf die Einsätze erhoben, nicht auf die Gewinne.
Großer Gewinn, große Geste – aber denk an die Schenkungssteuer
Indirekt können jedoch auch Spielende betroffen sein, etwa wenn sich die Anbieter diese Abgaben über Gebühren oder schlechtere Auszahlungsquoten refinanzieren. Seit der Legalisierung bestimmter Online-Angebote hat sich die Steuerlandschaft verschärft. Anbieter von Online-Poker, virtuellen Automatenspielen oder digitalen Casinospielen unterliegen der sogenannten virtuellen Spielautomatensteuer. Sie beträgt fünf Prozent auf den Einsatz. Wenn ein Online Casino Echtgeld-Gewinne ausschüttet, ist es verpflichtet, die Steuer für den vorher getätigten Einsatz abzuführen – unabhängig davon, ob der Spielende am Ende gewinnt oder verliert. Mehr Einnahmen durch Lotteriesteuer: +5,8 % gegenüber Vorjahr Ertragreichste staatliche Einnahmequelle beim Glücksspiel war im Jahr 2023 die Lotteriesteuer mit rund 1,77 Milliarden Euro und einem Anteil von 71 % an den Steuereinahmen aus Glücksspiel insgesamt. Damit stiegen im Vergleich zum Jahr 2022 die staatlichen Einnahmen aus der Lotteriesteuer um 5,8 %, im Zehnjahresvergleich um 22,3 %.
| Anlass | Meldepflicht durch | Höhe / Grenze | Steuerliche Folge |
|---|---|---|---|
| Auszahlung durch inländischen Anbieter | Wettanbieter | Keine generelle Meldepflicht an Finanzamt | Keine Quellensteuer, Gewinn steuerfrei. |
| Auszahlung durch ausländischen Anbieter | Spieler selbst | Gewinne aus EU/EWR sind steuerfrei. | Bei Gewerblichkeit: Erklärung in Anlage G. |
| Gewinn aus einem Turnier (Pokersport) | Veranstalter | Oft ab 5.000 € Gewinn | Kann als sonstiger Leistungsbezug gelten (steuerpflichtig). |
Weniger Steuereinnahmen als im Vorjahr durch Sportwetten (-5,2 %), virtuelles Automatenspiel (-38,5 %) und Online-Poker (-7,5 %) Die steuerlichen Einnahmen aus Sportwetten gingen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,2 % auf 409 Millionen Euro zurück. Allerdings waren sie damit mehr als doppelt so hoch (+116,8 %) wie zehn Jahre zuvor. Im Jahr 2013 erzielte der Staat mit der seit dem 1. Juli 2012 geltenden Sportwettsteuer Einnahmen in Höhe von 189 Millionen Euro.
| Aspekt | Steuerliche Behandlung (Gewinn) | Steuerliche Behandlung (Verlust) | Besondere Herausforderung |
|---|---|---|---|
| Einsatz von Crypto als Wetteinsatz | Kein steuerbarer Tauschvorgang beim Einsatz | – | Bewertung zum Zeitpunkt des Einsatzes (€) |
| Gewinnauszahlung in Kryptowährung | Steuerfrei, wenn privat (Glücksspielprivileg) | Nicht abzugsfähig, wenn privat | Nachweis der Privatsphäre ggü. Finanzamt |
| Weiterer Handel der gewonnenen Crypto | Spekulationsgeschäft (1-Jahres-Frist) oder gewerblich | Verlustverrechnung nur im gleichen Bereich | Trennung von Wett- und Handelsaktivitäten |
| Gewinne in Stablecoins (z.B. USDT) | Steuerfrei (privates Glücksspiel) | Nicht abzugsfähig (privat) | Stablecoin als "Fiat-Proxy" anerkannt |
Den deutlichsten Rückgang der Steuereinnahmen gegenüber dem Vorjahr gab es im Jahr 2023 bei der virtuellen Automatensteuer (-38,5 %).
- Ein Steuerberater kann helfen, eine vorherige verbindliche Auskunft vom Finanzamt einzuholen.
- Im Zweifelsfall sollte man beim Finanzamt die Tätigkeit anmelden, um späteren Nachforderungen vorzubeugen.
- Die Rechtsprechung zur Gewerblichkeit von Sportwetten ist nicht einheitlich und entwickelt sich weiter.
- Eine klare Trennung der Konten für private und eventuelle gewerbliche Wettaktivitäten ist empfehlenswert.
- Auch bei steuerfreien Gewinnen können Sozialversicherungsträger bei Leistungsbezug (z.B. Alg II) die Gewinne anrechnen.
Rund 264 Millionen Euro nahmen die öffentlichen Kassen 2023 durch die virtuelle Automatensteuer ein.
Über unter wette basketball overtime
In einem Markt, der sich stetig verändert, bleibt steuerliche Klarheit ein entscheidender Faktor. Ob mit sechs Kreuzen beim Lotto, der Wette auf ein bestimmtes bet sportwetten anbieter bester bonus Pferd oder einem hohen Einsatz beim Poker – viele Menschen hoffen durch Glücksspiel auf den großen Gewinn. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, die sechs Richtigen zu tippen, sehr klein ist, gewinnt einer immer: der Staat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahmen die öffentlichen Kassen im Jahr 2023 rund 2,48 Milliarden Euro Steuern aus Lotto, Sportwetten, Online-Poker und anderen Glücksspielen ein. Das waren 3,6 % weniger als ein Jahr zuvor und der erste Rückgang nach zuletzt stetig steigenden Einnahmen. Im Jahr 2022 waren es noch 430 Millionen Euro. Die Steuereinnahmen aus Online-Poker gingen im Vorjahresvergleich um 7,5 % zurück: Von 33 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 30 Millionen Euro im Jahr 2023. Virtuelles Automatenspiel und Online-Poker werden seit dem 1.
Das gilt für Spieler und Anbieter
Darüber hinaus liege eine europarechtswidrige Doppelbesteuerung vor. Die Unternehmen beschwerten sich darüber, dass sie an ihrem Firmensitz Umsatzsteuer auf die Wetteinsätze und dann auch noch Wettsteuer in Deutschland zahlen müssten. Die seit Mitte 2012 geltende fünf prozentige Sportwettsteuer auf Wetten ist sowohl mit dem Grundgesetz als auch mit dem Recht der EU vereinbar, so der BFH in seinen Urteilen vom 17. Mai 2021. Nach dem Grundgesetz sei der Bund auch für die gesetzliche Regelung zuständig.
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Der Bund besteuere sowohl deutsche als auch ausländische Sportwettenanbieter. Auch der freie Dienstleistungsverkehr nach EU-Recht werde nicht rechtswidrig beeinträchtigt. Außerdem sei der Steuersatz von fünf Prozent moderat und nicht erdrosselnd. Die Besteuerung von sowohl ausländischen als auch inländischen Wettanbietern ist für den Staat profitabel. Im Jahr 2020 beliefen sich die Gesamteinnahmen aus dem Rennwetten- und Lotteriegesetz auf mehr als 1,9 Milliarden Euro.
bet365 – Keine Wettsteuer für alle Sportwetten
Quelle: © - Rechtsnews für Ihre Anwaltshomepage (Anwalt München) Symbolgrafik:© Marco2811 - stock.adobe.com Glücksspiel ist in Deutschland streng geregelt – und das betrifft nicht nur die Spielregeln, sondern auch die steuerliche Seite. Wer Gewinne erzielt oder als Anbieter Umsätze generiert, trifft früher oder später auf die Glücksspielsteuer. Doch nicht jede Form des Spiels fällt automatisch unter diese Steuer, und auch bei den Anbietern zeigen sich Unterschiede, je nachdem, wie und wo das Angebot bereitgestellt wird. Der Beitrag bietet einen Überblick über die zentralen Regelungen, betroffene Gruppen und typische Fallstricke. Im Steuerrecht zählen zu den Glücksspielen all jene Angebote, bei denen der Gewinn überwiegend vom Zufall abhängt und für die Teilnahme ein Entgelt verlangt wird. Juli 2021 besteuert, damals trat der Staatsvertrag zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland in Kraft. Das Lotterierecht in Deutschland – und damit auch die Rennwett- und Lotteriesteuer – ist Ländersache.
- In Österreich sind Sportwettgewinne bis zu 1.000 Euro pro Spiel steuerfrei (Freigrenze).
- Darüber hinausgehende Gewinne unterliegen in Österreich einer 30%igen Glücksspielsteuer.
- In der Schweiz werden Wettgewinne nicht besteuert, es sei denn, sie stammen aus einer gewerblichen Tätigkeit.
- In den USA sind Sportwettgewinne voll steuerpflichtig und müssen in der Steuererklärung angegeben werden.
Das heißt, die Einnahmen stehen den Bundesländern zu. Den größten Anteil an den Einnahmen hatte 2023 mit 22 % das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (535 Millionen Euro). Darauf folgte Bayern mit 14 % (350 Millionen Euro) sowie Baden-Württemberg mit 12 % (300 Millionen Euro).
Gewinne für Privatpersonen – steuerfrei oder nicht?
Auch Influencer oder Streamer, die ihr Glücksspiel mit kommerzieller Absicht verbinden, sollten genau hinsehen. Die aktuelle Ausgestaltung der Glücksspielsteuer ist nicht unumstritten. Kritiker bemängeln, dass die fünfprozentige Steuer auf Online-Einsätze zu einer strukturellen Benachteiligung legaler Anbieter führe, da illegale Plattformen sich der Abgabe entziehen. Zudem wird diskutiert, ob die Besteuerung der Einsätze anstelle der Gewinne noch zeitgemäß sei. Auch die Frage, wie Spielerschutz und Steuerpolitik besser miteinander in Einklang gebracht werden können, steht regelmäßig im Fokus politischer Debatten.
[fs-toc-h2]6. Weitere rechtliche Aspekte
Die Glücksspielsteuer in Deutschland regelt weit mehr als nur den Umgang mit Lotterien oder Spielhallen. Durch die Einbeziehung digitaler Angebote wie Online-Casinos und virtueller Automatenspiele ist ein vielschichtiges System entstanden, das sowohl Anbieter als auch indirekt Spielende betrifft. Besonders die Besteuerung von Einsätzen statt Gewinnen sorgt regelmäßig für Kritik – gerade mit Blick auf den Spielerschutz und die Wettbewerbsfähigkeit legaler Anbieter im Vergleich zu nicht lizenzierten Plattformen. Wer in irgendeiner Form mit Glücksspielen zu tun hat, sollte die steuerlichen Regeln und Zuständigkeiten kennen – sei es als Betreiber, gelegentlicher Spielteilnehmer oder auch als Influencer mit Glücksspiel-Content. Denn neben der gesetzlichen Pflicht zur Abgabe können sich auch wirtschaftliche und rechtliche Folgen ergeben, wenn Steueraspekte unbeachtet bleiben. Weitere Ergebnisse und methodische Hinweise finden sich auf der Themenseite "Steuereinnahmen" im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes.
Muss ich Gewinne versteuern?
Für die Spielenden kann sich das in einer geringeren theoretischen Auszahlungsquote bemerkbar machen. Für Lotterien und Sportwetten gelten spezifische steuerliche Regelungen, die sich hinsichtlich Höhe und Erhebungsart unterscheiden. Lotterien, zu denen beispielsweise die staatliche Lottoziehung oder Sonderverlosungen zählen, unterliegen einem festen Steuersatz von 16,66 Prozent auf den Einsatz. Das bedeutet: Von jedem Euro, den Teilnehmende investieren, fließt rund ein Sechstel direkt an den Staat. Diese Steuer wird von den Veranstaltern abgeführt, meist ohne dass Spielende sie bewusst wahrnehmen – der Ticketpreis beinhaltet die Steuer bereits.
Doch wie sieht es bei Glücksspielgewinnen aus?
Bei Sportwetten liegt der Steuersatz mit fünf Prozent deutlich niedriger, wird aber in der Praxis oft spürbarer. Auch hier sind die Anbieter verpflichtet, die Steuer auf jeden Wetteinsatz an das Finanzamt zu entrichten. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, geben viele Wettanbieter diesen steuerlichen Aufwand in Form von Gebühren oder schlechteren Quoten an die Nutzer:innen weiter. Wer etwa zehn Euro auf ein Spiel setzt, sieht sich nicht selten mit einem zusätzlichen Steuerabzug konfrontiert oder erhält für denselben Einsatz geringere potenzielle Gewinne als bei einem Anbieter ohne deutsche Lizenz. Spielbanken unterliegen einer eigenen, landesrechtlich geregelten Spielbankabgabe, die sich an Bruttospielerträgen orientiert.
erforderliche Unterlagen
Diese Abgabe kann je nach Bundesland unterschiedlich hoch sein. Auch für Spielhallen und klassische Geldspielgeräte gibt es gesonderte Regelungen: Hier wird oft eine pauschale Steuer auf Basis der bet wettbonus ohne einzahlung Gerätezulassung oder Einnahmen fällig, zusätzlich zur Umsatzsteuer auf die Betreiberleistungen. Ein häufiger Irrtum betrifft die Besteuerung von Glücksspielgewinnen durch Privatpersonen. Grundsätzlich gilt: Wer gelegentlich an Glücksspielen teilnimmt, muss erzielte Gewinne nicht versteuern – sofern es sich nicht um eine gewerbliche Tätigkeit handelt. Wer allerdings regelmäßig, systematisch und mit Gewinnerzielungsabsicht spielt, kann unter Umständen als gewerblich tätige Person eingestuft werden. Basisdaten und lange Zeitreihen können über die Tabellen 71211 in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.
- Für Daytrading mit Sportwetten (sehr häufiges Wetten) ist die Grenze zur Gewerblichkeit schnell überschritten.
- Der Einsatz von automatisierten Bots oder Trading-Software spricht stark für eine gewerbliche Tätigkeit.
- Steuerliche Veranlagung als Gewerbetreibender bringt Buchführungspflichten mit sich.
- Für kurzfristige, spekulative Gewinne aus solchem "Wett-Trading" gibt es keine spezielle Steuer.
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